30 Tage bis zum Rechtsbruch
„Wunder erwarten wir keine, aber dass die Rechtslage eingehalten wird, dies verlangen wir“, erklärte Kantonsrat Richard Hirt, Präsident des Fluglärmforums Süd am Mittwoch anlässlich eines Mediengesprächs 30 Tage vor dem geplanten Südanflug. Vier Gemeinde- und ein Stadtpräsident forderten Bundesrat Moritz Leuenberger und das Bundesamt für Zivilluftfahrt nachdrücklich auf, alles zu unternehmen, damit die Südanflüge ab 30. Oktober nicht notwendig werden. Zum angekündigten Mediationsverfahren in der Flughafenfrage gaben sich die Gemeindevertreter skeptisch. „Es besteht die Gefahr, dass die Mediation gescheitert ist, bevor sie begonnen hat“, hiess es am Mediengespräch mitten in der Anflugschneise Süd. Die Fakten gegen Südanflüge, welche das Fluglärmforum Süd zu einem wesentlichen Teil erarbeitet und mitgeprägt hat, so erklärten die Exponenten des Fluglärmforums Süd, sind erdrückend: · Südanflüge widersprechen der geltenden Rechtsordnung. Sie brechen Raumplanungsrecht, Umweltschutzrecht und Eigentumsrechte. · Südanflüge verursachen Milliardenkosten, welche niemand übernehmen will und kann. · Den rechtlichen Mitteln, welche der Bevölkerung sowie den Gemeinden und Städten gewährt werden, wird aus politischen Gründen die aufschiebende Wirkung entzogen. · Das Risiko für einen Absturz in dicht besiedelten Gebieten im Süden des Flughafens ist gross. Bei der Sicherheit der Südanflüge kommen jetzt auch beim Bundesamt für Zivilluftfahrt und im Bundesrat Zweifel auf. · Der Flughafen, der Zürcher Kantonsrat, der Zürcher Regierungsrat und ein Schulterschluss aus Parteien und Wirtschafts- sowie Gewerbeverbänden im Kanton Zürich sind gegen Südanflüge und für die rasche Einführung des sogenannten „Gekröpften Nordanflugs“.